Beteiligungsaufruf: Wenn junge Menschen generative KI nutzen: Erfahrungen betreuender Fachkräfte gesucht
Generative KI ist längst Teil des Alltags vieler junger Menschen — etwa bei schulischen Aufgaben, der Informationssuche, kreativen Tätigkeiten oder persönlichen Fragen. Auch in familienanalogen Hilfen zur Erziehung kann diese Nutzung sichtbar werden: beim Lernen, im Gespräch über Medien, in Konflikten, bei Unsicherheiten oder dort, wo Fachkräfte entscheiden müssen, ob sie begleiten, begrenzen, dulden oder nicht eingreifen.
Im Rahmen des Forschungsprojektes wird untersucht, wie betreuende Fachkräfte in familienanalogen Hilfen zur Erziehung generative KI-Nutzung junger Menschen wahrnehmen und bearbeiten. Dafür werden Fachkräfte aus Erziehungsstellen, sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften, familienanalogen Wohngruppen oder vergleichbaren Settings gesucht, die bereit sind, ihre Erfahrungen in einem vertraulichen Gespräch zu teilen.
Warum ist Ihre Perspektive wichtig?
Familienanaloge Hilfen zur Erziehung sind besondere Orte: Sie verbinden Alltag, Beziehung, Nähe und Vertrauen mit professioneller Verantwortung und institutionellen Anforderungen. Gerade deshalb stellen sich beim Umgang mit generativer KI spezifische Fragen:
- Wann ist KI-Nutzung einfach Teil jugendlicher Lebenswelt?
- Wann entsteht pädagogischer Gesprächsbedarf?
- Wann geht es um Schutz, Datenschutz, Schule, Autonomie oder Regeln?
- Und wo fehlen Fachkräften Orientierung, Austausch oder Unterstützung?
Ihre Erfahrungen helfen dabei, besser zu verstehen, wie generative KI in diesen besonderen pädagogischen Alltag hineinwirkt. Es geht ausdrücklich nicht darum, Ihr Handeln zu bewerten oder technische Expertise abzufragen. Auch Unsicherheiten, offene Fragen, Nicht-Wissen, Duldung oder Nicht-Intervention sind für die Studie fachlich bedeutsam.
Was haben Sie von einer Teilnahme?
Die Beteiligung bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Fragen in einem geschützten Rahmen zu reflektieren. Zugleich tragen Sie dazu bei, dass die Perspektive familienanaloger Hilfen in der aktuellen Fachdiskussion um KI in der Kinder- und Jugendhilfe stärker sichtbar wird.
Die Ergebnisse können Hinweise darauf geben, welche Unterstützung Fachkräfte künftig benötigen — etwa im Hinblick auf Fortbildungen, medienpädagogische Orientierung, Schutz- und Datenschutzfragen, fachliche Leitlinien oder trägerinterne Konzepte.
Auf Wunsch erhalten Sie nach Abschluss der Auswertung eine verständlich aufbereitete Zusammenfassung zentraler Ergebnisse. Diese kann als Impuls für Teamgespräche, fachliche Reflexionen oder die Weiterentwicklung von Unterstützungsstrukturen genutzt werden.
Rahmen des Gespräches
Das Gespräch dauert voraussichtlich etwa 60 Minuten und kann nach Absprache online oder in Präsenz stattfinden. Alle Angaben werden vertraulich behandelt und wissenschaftlich anonymisiert ausgewertet. Rückmeldungen an Träger erfolgen ausschließlich in zusammengefasster Form, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen, Einrichtungen oder konkrete Fälle möglich sind.
Wenn Sie Interesse haben oder zunächst unverbindlich Rückfragen stellen möchten, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme: